Geistesblitze und Telepathie dank Technik

E.T. (Mykl Roventine/Flickr, CC-BY)

E.T. (Mykl Roventine/Flickr, CC-BY)

Mit Hilfe modernster Technik gelang es erstmals Gedanken über mehrere Tausend Kilometer zu übertragen. Technologisch ist somit der Traum von der Telepathie Wirklichkeit geworden. Im Experiment dachte der „Sender“ in Indien einfache Worte

wie Hallo und Tschüss, seine Gehirnströme wurden dabei per Elektroenzephalographie (EEG) gemessen und in Binärcodes umgewandelt. Diese aus 0 und 1 bestehende Computersprache wurde per E-Mail nach Frankreich geschickt. Dort angekommen wurde der Binärcode wieder in ein Signal umgewandelt und gelangte über Magnetstimulation in das Gehirn des „Empfängers“. Dazu wurden die Daten per Lichtblitz dargestellt, die der Proband auf einem Monitor wahrnahm. Der gesamte Artikel über das Telepathie-Experiment ist in der FAZ zu finden. Spätestens an dieser Stelle würde mich ja brennend interessieren, ob auch ein Normalsterblicher in der Lage wäre, Worte per Lichtblitz zu erkennen? Theoretisch hieße das, wir könnten Geistesblitze anderer verstehen …

Die Wissenschaftler hoffen, langfristig damit radikal die Art und Weise unserer Kommunikation verändern zu können. Im Gesundheitsbereich finde ich das durchaus nachvollziehbar, z. B. wenn Schlaganfallpatientin nicht mehr in der Lage sind zu sprechen. Ansonsten macht mir der Gedanke schon ein wenig Angst. Also früher oder später brauche ich Siri nicht mehr über mein IPhone sagen, was sie schreiben soll, sondern nur noch denken? Doch Moment, wenn jeder im Besitz dieser Technik wäre, hieße dass nicht auch, dass jeder in der Lage wäre, meine Gedankenblitze binär umzuwandeln und quasi auf dem Schirm zu haben? Ob Tablet oder gleich auf der eigens implementierten Mattscheibe wird sich zu gegebener Zeit ja  zeigen. Gedanken lesen für jedermann – das könnte Kriege anzetteln! Bis zum Krieg ist es nicht gekommen, aber ganz schön Tohuwabou hat Mel Gibson in „Was Frauen wollen“ seine Gedanken-lesen-Nummer auch eingebracht. Und doch brauchen wir Menschen wieder mal 30 Jahre länger und auch noch Technik dazu, E.T. konnte schon 1982 mit seinem bloßen Finger nach Hause telefonieren.

Ehrlich gesagt möchte ich keinem meine wirren Gedanken per Handy, als Mail oder sonstwie zukommen lassen. Da werd ja manchmal nicht mal ich draus schlau, wer sonst soll da etwas mit anfangen können? Noch schlimmer wäre die Vorstellung ich sitze an meinem Laptop, schreibe eine Mail und denke gleichzeitig an meinen Einkaufszettel. Nun übersetzt die Technik diese Informationen schwuppdiewupp in ihre Binärsprache, sendet diesen Singsang an einen meiner Kontakte (vermutlich an genau den, den ich als letztes im Hirn hatte), der blitzdingsbumst das und weiß dann, was es bei mir zu Essen gibt. Und der Einkaufszettel ist ja in diesem Horrorszenario nun wahrlich die harmloseste Vorstellung. Ich will das nicht! Wahrscheinlich erhöht die GEZ daraufhin gleich wieder ihre Gebühren, kommt ja schließlich ein Empfangsgerät hinzu.

Wer auf den Geschmack gekommen ist und sich mehr Wissenschaft, gepaart mit schwarzem Humor von zwei Physikern antun möchte, dem kann ich Gedankenlesen-durch-Schneckenstreicheln wärmstens empfehlen.

Für den Fall, dass der geneigte Leser nicht E.T. ist und noch entsprechende Technik benötigt, um per Mail telepathisch einem Inder Hallo zu sagen, der findet die technische Grundausstattung für Mails natürlich in unserem Shop. Die Nullen und Einsen sind selbstverständlich schon drin, an den Blitzen arbeiten wir noch.

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