Lust und Frust mit Technik

golden2Jeder PC-Nutzer kennt die Situationen, in denen man sowas von kurz davor ist, die Kiste an der Wand zerschellen zu lassen. Ganz ganz knapp nur. Und aus technischer Sicht gibt es schier unendliche Möglichkeiten den User auf der anderen Seite zu schikanieren: Hardware, Software, Viren, Internet, Strom. All das kann uns die Technik vermiesen, doch es gibt ja noch eine andere Seite…

In einer Untersuchung der Technischen Universität Berlin nahmen Psychologen die Gefühle von Menschen beim Umgang mit der Technik unter die Lupe und bewerteten die Folgen: „Gefühle entscheiden über Akzeptanz, Nutzung und die Bewertung technischer Produkte“, erläutert Psychologe Nils Backhaus.

Das Resultat der Forscher war, dass die Nutzer nicht würdigen, dass die Technik funktioniert, sondern setzten das einfach voraus. Wichtig sei jedoch, dass die Benutzung eines technischen Gerätes positiv erlebt werde. Denn das positive Emotionen die Informationsaufnahme verbessern ist allgemein bekannt. Ebenso möchte wohl kein Notebookhersteller, dass bei Nutzung seiner Technik Frust aufkommt.

Eben, Und darum lassen sich Hard- und Softwarhersteller auch eine Menge einfallen, immer leistungsstärker, sichererer, nutzerfreundlicher etc. pp. Da kommt unsereiner kaum noch hinterher mit dem dazulernen. Doch schiefgehen kann immer noch so einiges: Hardware- oder Treiberprobleme, VIren, kein Internet, durch Datenmüll ist der Rechner zu langsam, kein Zugriff auf bestimmte Programme, irrtümlich gelöschte Dateien…

Doch es gibt ja auch noch die speziellen Kummernummern für PC-Sorgen, die schnell und unkompliziert helfen. Naja manchmal zumindest. Wenn ich da an meine letzte E-Mail an den Evernotesupport denke. Das dauerte 3 Wochen oder so, bis da eine Antwort kam. Ist aber auch eine Erfahrung muss ich sagen. Psychologisch gesehen, denn nach 3 Tagen „tat es gar nicht mehr so weh“, dass ich Evernote nicht mehr nutzen konnte. Und am Anfang fühlte es sich noch so an, als könnte ich auf ein Viertel meines Gehirns nicht mehr zugreifen. Obwohl das auch nicht im Sinne des Erfinders ist. Das kann einem schon zu denken geben. Können wir überhaupt noch ohne Technik? Mal kurz überlegen…. NÖ!

So grundsätzlich stell ich mir mal wieder die Frage: Hop oder Top? Hat Technik nun eher mit Frust oder Lust zu tun? Mir fallen die Computerzocker ein, die tagein tagaus im Krieger- oder Soldatenkluft ihre „vermeintlichen“ Gegner abknallen. Im Gegensatz dazu Onlineprogramme, die Sehbehinderte oder ältere Menschen unterstützen. Schreib- und Rechenprogramme, Sprachkurse, online einkaufen und all die schönen Sachen. Es gibt völlig neue Berufszweige, die erst durch das Computerzeitalter und das Internet entstanden sind. Also jetzt mal theoretisch, wer schreibt noch mit Hand, wer benutzt Taschenrechner, Rechenschieber???

Und dann gibt es ja auch noch den Anwender – also dich und mich – und wenn ich ehrlich bin, so ganz unbeteiligt bin ich oft nicht am „Problem“. Das Wort DAU (dümmster anzuwendender User) wurde schließlich nicht ohne Grund erfunden.

Also mein Resümee ist: mehr Lust als Frust. Ich möchte nicht mehr ohne, Wie denn auch: woher soll das Essen dann kommen :o)

Für den Fall der Fälle hier mein Notfallplan: als erstes die Entspannungsquickies anschauen, falls ohne Erfolg, Schritt 2:  Anti-Frust Hilfe für alle möglichen Pannen. Sollte das ebenfalls erfolglos bleiben: bitte verlassen Sie Ihren Standort, bleiben Sie nicht sitzen. Gehen Sie weiter, bleiben Sie auch nicht stehen. Es gibt nichts zu sehen.

Weit genug weg? Ok, runterkommen durchatmen und unseren Spezialisten anrufen, den mit den goldenen Händen, ihr wisst schon!

 

 

Ein Gedanke zu „Lust und Frust mit Technik

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