Neuheiten und Rekorde von der Technikmesse

Die “Consumer Electronics Show” (CES), die wichtigste Fachmesse der Branche, bricht in diesem Jahr die Zuschauerrekorde.  Die jährlich in Las Vegas stattfindende Messe zeigt wieder einmal, dass sich die Uhren in der Technikwelt schneller zu drehen scheinen, als im normalen Alltag.

Vom 06. bis 09. Januar 2014 kamen mehr als 170 000 Fachbesucher nach Las Vegas, im Gegensatz zu 155 000 im Vorjahr. Hauptthema war wieder einmal die Vernetzung der Geräte. Jedoch nicht nur Smarthphones und PC, wie zu vermuten wäre, sondern auch andere Bereiche wie Autos, Armbanduhren oder Fernseher. Für Aufsehen sorgten aber mit ihren selbstfahrenden Wagen vor allem die deutschen Autobauer Daimler und Audi.

Uhren und Fitnessarmbänder – sogenannte Wearables – liegen schon seit dem letzten Jahr im Trend. Für die Smartwatches hat Google mit Android Wear ein Betriebssystem für Wearables vorgestellt, Hersteller wie LG, Samsung und Motorola haben eigene Uhren ins Rennen geschickt. DIe Apple Watch erscheint voraussichtlich in diesem Frühjar. Alcatel stellt eine smarte Uhr vor, die wie Apples Uhr schlicht „Watch“ heißt und mit Android und iOS kompatibel ist. Auch von HTC könnte es eine Smartwatch zu sehen geben, EIn Gürtel von Emiota mit Namen Belty erkennt, ob der Nutzer steht oder sitzt oder ein bisschen zu viel gegessen hat und passt seine Länge an. Das der Gürtel sich an die Hüften anpasst ist ja bei prima. DIe Hauptsache ist, der hat keine Stimme und blökt rum, wenn noch ein Windbeutel dazu kommt.

Die zunehmende Vernetzung des Alltags schlägt sich auch im TV-Segment nieder.  Branchenriese Samsung stattet die nächste Generation seiner Fernseher mit dem hauseigenen Betriebssystem Tizen aus, das auch auf Smartphones und Smartwatches wie der Gear S zum Einsatz kommt. Mit dem Internet verbundene Fernseher, werden immer mehr zum Standard. Bedeutet das im Umkehrschluss, dass wir mit dem Fernseher Mails abrufen oder mit dem Smartphone fernsehen? Die Weiterentwicklung von Größe und Schärfe der Bildschirme hält weiterhin an. Galt im letzten Jahr noch die 4K-Auflösung als Messlatte, so wurde die Anzahl der Bildpunkte in diesem Jahr auf 8K-Auflösung noch einmal verdoppelt. Sonys neuer X90C Fernseher ist an seiner dünnsten Stelle nur knapp fünf Millimeter tief. Jetzt überleg mal, du kommst da mal mit dem Staubsauger gegen, dann gibt’s aber Ärger mit Vati.

Chiphersteller Intel stattet  Desktop-PCs, Notebooks und sogenannte Convertibles, eine Mischung aus Tablets und Notebook, mit der fünften Generation der Core-i-Prozessoren aus. Damit reagiert Intel auf den steigenden Rechenbedarf durch die wachsende mobile Nutzung, neue Technologien wie Sprach- und Gestensteuerung oder immer bessere Video-Darstellung und aufwändigere Spiele-Grafiken. Die Core-i-Generation ist durch die kompaktere Bauweise nicht nur leistungsstärker, sondern gleichzeitig energieeffizienter und verlängert so die Batterielaufzeit.

Interessant ist hier vor allem das neue Chromebook vom Computerhersteller Acer, das mit seinem 15-Zoll-Display dem Wunsch der Kunden nach Chromebooks mit größeren Bildschirmen nachkommt. Die Notebook-Reihe, die auf Googles Betriebssystem Chrome OS basiert, erfreut sich vor allem in den USA immer größerer Beliebtheit.

LG stellt eine neue Waschmaschine „Twin Wash System“ vor, mit der gleichzeitig zwei Waschladungen laufen können. Hm, im Zuge der zunehmenden Singlelisierung der westlichen Welt eine fragliche Neuerung wie ich finde.

Sony kommt mit einem alten Hut – einem Walkman –  für schlappe 1200 Euro. Dieser soll einen besseren Sound als ein CD-Player bieten, ebenso wie 128 Gigabyte Speicherplatz. Naja für das Geld könnte auch Heino live singen.

Der absolute Knaller jedoch dürfte wohl der elektronische grüne Daumen namens Parrot Pot sein. DIeser elektronische Blumentopf misst per Sensor die Bodenfeuchtigkeit und prüft den Nährstoffgehalt. DIeser Aparillo im Wert von ca. 60 Euro gießt, während man nicht zu Hause ist. Per App kann man die Wässerung steuern. Ganz schön teuer, wenn ich damit meine grüne Oase zu Hause versorgen möchte. Und ein komischer Gedanke so eine Blumenpflegemaschine.

Letztendlich macht das wieder einmal deutlich, dass heutzutage fast nichts mehr unmöglich ist. Autos muss man nicht mehr selst fahren, auch Babys nicht mehr per Hand wiegen, sondern automatisch per Smartphone-Wiege. Nur das mit dem Teleportieren dauert wohl noch etwas, leider leider. Denn dann könnten theoretisch ja auch die Autos weg…. und die Bahn…. und die Flugzeuge…. Im nächsten Jahr vielleicht?

 

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