Schütze dein Notebook vor Brot

brot

Sieht so Spionagebrot aus?

Über die Schlagzeile „Dieses Pita-Brot knackt Ihre Passwörter“ bin ich gestern im Focus-Online gestolpert. Also gut aus ernährungstechnischer Sicht steht Brot wegen der fiesen Kohlenhydrate ja ganz oben auf der Verteufelungsliste. Das es aber auch – wohlgemerkt in Bande mit einem verruchten Radio – als Code-Knacker unterwegs ist war mir neu. Dir auch? Dann lies den Artikel und du erfährst, wie man mit  Brot und Radio das Passwort deines Notebooks knacken kann.

Israelische Forscher haben also ausgetüftelt, wie man Passwörter mit Hilfe von Pita-Brot und  Radio knackt. Das dauert nur wenige Sekunden, braucht keinerlei physischen Kontakt zum Laptop und klappt theoretisch auch mit jedem anderen Gebäck.

Die Grundlage für diese Erkenntnis war, dass Notebooks spezifische elektromagnetische Felder aussenden, das ist nicht wirklich neu. Doch die Forscher konnten diese Felder messen und die Eingaben zuordnen. Folgendes kam dabei heraus:

Brot + Radio = Passwortklau

Über den Radio-Empfänger schicken die Forscher verschlüsselte Nachrichten an den Laptop. Während das Notebook die Nachricht entschlüsselt, ändert diese Eingabe das elektromagnetische Feld um den Laptop herum – und das kann wiederum der Radio-Empfänger messen. Dieser bestimmt exakt, welche Eingaben der Laptop gemacht hat. Und voila fertig ist der Passwortsnack inklusive Brot und Musik. Mein Tipp: pack auch noch eine Flasche Wein dazu, dann tut’s danach nicht so weh.

Du fragst dich jetzt sicher, welche Aufgabe das Pita-Brot bei diesem „Hack“ hat, ging mir genauso. Das kleine unschuldige Brot ist lediglich das Versteck für den Radioempfänger. Vielleicht vergleichbar mit dem Fluchtauto. Vorbei sind die Zeiten, in denen die Wanzen im guten alten Telefon steckten.

Wenn das jemals in Serie gehen soll, müssen die Ernährungsgewohnheiten des Notebookbesitzers erst einmal ermittelt werden. Wär ja blöd, wenn dergerade einen arabischen Abend veranstaltet und Pita-Brot auf der Tafel landet. Ich vermute mal, dass ein deutsches Brot – und damit kennen wir uns ja aus – weniger auffällig wäre. Naja, aber das würde wohl auch noch eher verspeist. Doch wenn man wüsste, dass der Auszuspionierende gerade auf Low-carb ist, ist die Gelegenheit perfekt. Denn der Arme würde im Zweifel alles andere anknabbern, aber im Leben niemalsnicht Brot.

Doch ich schweife ab, ach immer wieder das Essen, verdammt. Die Forscher der Universität von Tel Aviv jedenfalls können mit der Methode  mehr entschlüsseln als nur die Passwörter. In ihrer Studie belegen sie, dass verschiedene Programme einzigartige elektromagnetische Muster erzeugen. Das liegt daran, dass für jeden Arbeitsschritt in einem Programm die Stromstärke wechselt. Mit mehr oder weniger Strom verändert sich aber auch das Feld um den Laptop herum. Mein Reden: Alles ist Energie!

Und jetzt denkt doch bitte mal an James Bond, der mit Handyblitzen Terminals hackt und MacGyver, der aus einem Schnürsenkel einen Flitzebogen bastelt. Ist doch alles schon mal da gewesen. Die Filmemacher müssen doch irgendwie einen Draht für sowas haben oder eine Kristallkugel oder die haben schon vor 20 Jahren die Rechner von heute gehackt.

Ganz im Sinne von Jean Pütz habe ich da mal was für die Hacker unter euch vorbereitet.  Man nehme: Brot, ein paar Kabel, ein Radioempfänger und so Zeug und selbstverständlich die Anleitung für’s Brotbacking, ähm Brothacking.

Falls du zu den Brotessern und Sicherheitsträgern gehörst; dem Thema Passwortschutz hab ich mich schon in einem älteren Artikel gewidmet. Und falls du außerdem noch etwas für die Sicherheit deines Notebooks tun möchtest, gibt es ja auch noch die altbewährte Methode deine Daten zu schützen. In diesem Sinne: esst mehr Brot!

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