Feind hört mit – wie sicher ist WhatsApp Technik?

Unser beliebtes WhatsApp steht in der Kritik ohje. Nicht nur für die Allgemeinheit leicht und intuitiv bedienbar, viele Nutzer und vor allem kostenlos. Leider gilt das alles auch die dunkle Seite der Macht. Wir werden abgehört…

So so, als wär das etwas Neues. Ganz ehrlich, mich schockiert das nicht wirklich. Wir leben in einer digitalen Welt, wenn ich mir im Internet einen BH bestelle, bekomme ich noch Monate später die passenden Schlüppis dazu als Werbeanzeige direkt auf meinen Bildschirm. Also bitte.

Vertrauliche Gespräche

Zum anderen, wenn ich mit meinen Freunden whatsappe reden wir blabla, über Nichtigkeiten unserer gescheiterten Existenzen, unseren nächsten Brunch, den neuesten Kinofilm oder darüber, wohin wir demnächst in den Urlaub fahren. Wir planen selten Regierungsumstürze oder Demos.

Nun gibt es also Hinweise dafür, dass die App Gespräche mitschneiden, Nachrichten und Fotos einsehen und auf amerikanische Server weiterleiten kann. Laut dem Hohenlimburger EDV-Experten Stefan Löffelbein soll WhatsApp auch im Hintergrund mithören, weswegen einige bei vertraulichen Gesprächen mit Ärzten oder Freunden sogar den Akku aus dem Handy entfernen. Man solle beispielsweise auch an Beamte in Behörden und das Mobiltelefon als Wecker auf dem Nachttisch denken. Hm, heißt das, der Feind hört mit, einfach weil ich WhatsApp installiert habe, egal ob ich es nutze oder nicht??? Das wäre ja in der Tat gruselig, wenn mein Telefon neben mir am Bett liegt und alles aufzeichnet. Doch andererseits – vom Peinlichkeitsfaktor mal abgesehen – wer wertet denn bitte solche Daten aus? Wen interessiert der Scheiß?

Alternative Messenger Technik?

Als Alternative nennt der Experte die Schweizer App „Threema“, die wohl alle Nachrichten von Gerät zu Gerät verschlüsselt.  Somit soll niemand anderer ausser Absender und Empfänger auf die Nachrichten zugreifen können. Soll, wohlgemerkt, denn bei WhatsApp erhalte ich seit kurzem auch die Info, dass die Nachrichten verschlüsselt sind und von niemand anderem eingesehen werden können.

Google hat mit Spaces eine neue App auf den Markt geworfen, die sowohl WhatsApp Alternative als auch Ersatz für Facebookgruppen sein könnte. Doch Moment Google? Sicherheit? Datenschutz?

Ordnungsgeld für englische Nutzungsrichtlinien

Ebenfalls sollen die AGB für WhatsApp benachteiligend sein, da in Englisch verfasst. Ja das ist blöd, stimmt. Ehrlicher Weise muss ich zugeben diese Verklausulierungen verstehe ich schon in deutscher Sprache kaum, weswegen ich sie selten lese. Nichtsdestotrotz wurden die WhatsApper vom Berliner Kammergericht nun verdonnert ihre Nutzungsrichtlinien in deutsch zu verfassen, sonst droht ein ordentliches Ordnungsgeld.

Traue keinem Experten

Ganz ehrlich, ich traue weder den Experten, die beteuern etwas wäre absolut obermegamäßig sicher und ich folge auch nicht den Apokalyptikern, die hinter allem einen feindlichen Angriff sehen. Gesunder Menschenverstand? Keine Ahnung ob ich darüber verfüge, ich verlass mich eher auf meine Intuition.

Mag ja sein, dass ich leichtgläubig bin, doch WhatsApp ist praktisch, jeder Vierte in Deutschland nutzt es, weltweit ca. 350 Millionen Menschen. Und ganz ehrlich, was soll ich mit einer alternativen App, die außer mir keiner kennt? Mit der Wand reden, kann ich auch ohne Smartphone. Die zeichnet ganz sicher nicht auf. Obwohl, woher kommt eigentlich das Sprichwort: die Wände haben Ohren? Ich sag ganz einfach nix mehr.

 

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *