Laptops sind bald überflüssig?

Ich stolperte auf meiner Reise durchs Netz über obige Headline in einem Interview mit Phil McKinney, Technikchef der PC-Sparte von HP. Laptops bald überflüssig? Meine Neugier war geweckt, also rauf auf die Seite.

Ich dachte mir, was meint er denn mit Taschencomputer??? Dann lese ich das Datum des Artikels 07.09.07! Aha, alles klar, das ist natürlich eine andere Sichtweise, damals, 2007. Zwei Technikjahre sind gefühlt neunundzwanzig Menschenjahre, wenn das mal reicht.

 Smartphone formerly known Handy-Taschencomputer

Mr. McKinney jedenfallst prophezeite 2007, dass künftig die meisten Menschen ihren Laptop zu Hause lassen und ihren Handy-Taschencomputer unterwegs dabeihaben werden. Mal davon abgesehen das der Handy-Taschencomputer den etwas umgänglicheren Namen Smartphone erhalten hat, liegt er ja gar nicht mal so sehr daneben.

Er berichtet stolz, dass sein HP Modell iPAQ 6900 sogar einen GPS-Sender hat, mit dem er sich in fremden Städten zurechtfinden kann. Auf dem Gerät ist eine Windows-Software installiert, die mit seinem PC kompatibel ist und Daten – wie beispielsweise Termine – abgleichen kann. Ah ja, erinnert mich doch an unser Android. Und in fremden Städten zurechtfinden, also bitte, ich geh nicht ohne google Maps aus dem Haus.

Ideen und Termine verwalten

Klar das seine Sekretärin damit die Termine verwalten konnte. Heute verbinden wir google Terminkalender mit ganzen Arbeitsgruppen, greifen gemeinsam auf google Docs zu, verwalten auf Evernote im Team unseren Ideen oder teilen Fotos auf Dropbox.

Sein HP-Gerät konnte auf fünf verschiedenen Wegen drahtlos mit der Außenwelt verbunden werden: W-Lan, Quad Band, GSM, GPRS und EDGE. Heute checken wir unsere Mails über LTE oder WLAN.

Unglaublich, was sich seit dieser Zeit handytechnisch getan hat

2008 besaßen lediglich 62 Prozent der Deutschen ein internetfähiges Handy und nur 13 Prozent davon gingen mobil online. Ich erinnere mich noch, dass es Usus war alle möglichen Programme „unscharf“ zu schalten, dass bloß nix automatisch auf das Internet zugriff, denn das war mächtig kostspielig damals. 2010 besaßen schon 69 Prozent der Deutschen ein Mobiltelefon mit Internetzugang, den 18 Prozent auch nutzten. Als die Smartphones auf der wischfesten Oberfläche erschienen revolutionieren sie mit integriertem Webbrowser und GPRS und UMTS oder mindestens EDGE das mobile Internet. Und dann kam WLAN.

Aus stationären PC wurden Laptops und nun Smartphones?

Das mobile Internet wurde im Jahr 2013 weltweit von 1,91 Milliarden Mobilfunknutzer in Anspruch genommen. Obwohl die Internetnutzung in Deutschland bei 77 Prozent der Bevölkerung stagnierte, zeigte die mobile Nutzung seit 2012 einen starken Aufwärtstrend (von 27 Prozent 2012 auf 54 Prozent 2014). Im letzten Jahr nutzten insgesamt 56 Prozent der deutschen Bevölkerung das mobile Internet. 50 Prozent davon über das über Smartphone oder Tablet.

Kinder, wie die Zeit vergeht und wer weiß eigentlich schon, wie lange es noch Smartphones gibt und Laptops und Internet und überhaupt.

Das Interview, das mich zu dieser kleinen Zeitreise inspiriert hat erschien am 07.09.07 in der Welt Online.

 

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