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Neue Arbeitsmodelle dank digitaler Technik

Schon einmal von einem digitalem Nomaden gehört? Bei Peer Wandinger habe ich ein sehr interessantes Interview mit einem solchen, Marcus Meurer, gelesen und mir wurde bewusst, dass die Technik für alle freiheitsliebenden Menschen enorme Vorteile bringt. 

Was sind eigentlich digitale Nomaden?

Digitale Nomaden sind ortsunabhängige Berufstätige, die ihre Arbeit meist digital von zu Hause, im Hotel, Cafe oder von überall in der Welt verrichten können. Sie sind meiste kreative Freiberufler und als Reiseblogger beschäftigt, betreiben anderweitige Blogs, Shops, Websites zum Beispiel im Affiliate-Marketing oder E-Commerce. Auch unabhängige Autoren, Fotografen, Webdesigner oder Softwareentwickler verdienen ihr Geld (ganz oder teilweise) ohne festen Wohn- oder Arbeitssitz. Im Bereich der Internetbeschäftigten sozusagen eine eigene Sparte, die sich aus der digitalen Welt entwickelt hat. Einige der digitalen Nomaden haben wahrscheinlich genau aus diesem Grund einen solchen Beruf gewählt, um so unabhängig sein zu können. Andere erlernten ihren Beruf aus Passion, ziehen die berufliche Freiheit eher sekundären Nutzen.

Arbeitsplatz kann überall auf der Welt sein

Die Vorstellung ist natürlich eine wunderschöne: am Meer sitzen, sich die Sonne auf den Bauch scheinen lassen, links und rechts rieseln die Kokosnüsse nieder, praktischer Weise gleich trinkfertig mit Strohalm inside. Diese Stimmung in einer schönen getexteten Form mit der Welt teilen, so einfach kann Berufung sein. Doch auf der anderen Seite der Kokosnuss ist es so einfach nicht. Sich bei so einer Kulisse zur Arbeit zu motivieren (sofern man das, was man tut, als Arbeit ansieht) ist schon mal eine große Leistung. Freiberufler wissen um die Vor- und Nachteile, die diese Art den Lebensunterhalt zu verdienen mit sich bringt. Ein Nachteil ist sicherlich die Verfügbarkeit eines Arbeitsplatzes mit dazugehörigem Equipment. Online-Arbeiter nennen meist nur ein oder zwei Geräte ihr Eigen, alles andere wird geteilt, z. B. WLan im Cafe, Drucker, Telefon, Beamer in mobilen Büros oder neudeutsch Coworking Spaces.  Vor Jahren hieß es noch mein Dienstwagen, meine Technik, mein Büro, jetzt ist Teilen das neue Haben.  Eine etwas andere Art des Teilens ist die Nutzung gebrauchter Technik. Wenn Firmen Technik leasen, wird diese nach kurzer Zeit abgestoßen. Spezialisierte Firmen säubern, überprüfen und bereiten diese wieder in einem Top-Zustand auf und stellen sie für den schmalen Geldbeutel und das ökologische Gewissen für Nach-Nutzer zur Verfügung. Apropos Ökologie, auch  Druckerbereich sind inzwischen hochwertige wiederaufbereitete Kartuschen zu finden.

Technik, die begeistert

Doch zurück zur mobilen Technologie wie Smartphones, Tablet’s, WiFi, webbasierte Anwendungen. Die Entwicklung in dieser Sparte ist so rasant, dass wir uns sputen müssen, mitzukommen. Ältere Generationen können sich noch gut an die ersten Handy’s – nicht umsonst „Knochen“ genannt – erinnern, die stolz wie Bolle rumgeschleppt wurden. Die Akkus dazu mussten im Kofferraum Platz nehmen, weil so schwer und groß. Ja, so war das damals. Kaum vorstellbar, aber für das, was heute im Handy steckt, brauchte man in den Achtzigern ein Uni-Rechenzentrum.

Diese Zeiten sind ja Gott sei dank vorbei. Smartphone, Tablet oder Notebook passen in die Handtasche, ist auch kein Wunder, denn das, was die Technik kleiner wird, holen die Handtaschen an Größe locker auf. Ganz ehrlich, ich halte mich zwar nicht für einen digitalen Nomaden, ich schreibe eher altbacken zu Hause. Doch schon die Möglichkeit es zu können und die kreative Freiheit, die Menschen wie Marcus Meurer damit ausleben können, finde ich grandios. Und ich bin heilfroh, keine Stadtpläne mehr lesen zu müssen, sondern google nach dem Weg fragen zu können. Denn die tollen Reiseberichte der Nomaden-Blogger, Bankgeschäfte online oder Wiki um Rat fragen wären ohne die Technik auch alles nix.